Posts mit dem Label Beweiskraft werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Beweiskraft werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 8. November 2011

Das BKA will es (nicht) wissen

Zum Thema »Bundesrechnungshof eingeschaltet: Internetnutzer werfen Bundeskriminalamt Misswirtschaft vor« schreibt der AK Vorrat:
In einem heute veröffentlichten Schreiben an den Bundesrechnungshof wirft der Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung dem Bundeskriminalamt vor, durch »massenhaft aussichtslose Auskunftsersuchen« über Internetnutzer gegen das Gebot der wirtschaftlichen und sparsamen Mittelverwendung verstoßen zu haben. Um bei einer statistischen Erhebung nach dem Ende der verdachts­losen Vorratsdatenspeicherung eine möglichst große »Schutzlücke« ausweisen zu können, habe das Bundeskriminalamt Mittel in fünfstelliger Höhe verschwendet, so der Vorwurf des Zusammenschlusses von Datenschützern, Bürgerrechtlern und Internetnutzern.

»Es ist nicht Aufgabe des Bundeskriminalamtes, mit Steuergeldern die politischen Kampagnen bestimmter Parteien zu unterstützen« sagt Kai-Uwe Steffens vom Arbeitskreis. »Wenn man dann noch berücksichtigt, dass für das Erstellen und Bearbeiten dieser sinnlosen Anfragen auch noch interne Personal­kapazitäten verschwendet wurden, dann stellt sich die Frage nach Schutzlücken bei der Strafverfolgung auf einmal ganz anders.«… Weiter
Sollte jemand den AK Vorrat noch nicht kennen:
Der Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung (AK Vorrat) ist ein bundesweiter Zusammenschluss, der sich gegen die ausufernde Überwachung im Allgemeinen und gegen die Vollprotokollierung der Telekommunikation und anderer Verhaltensdaten im Besonderen einsetzt… Weiter

Mittwoch, 26. Oktober 2011

Fiktive Objekte in echten Fotos

Es wird eine Methode vorgeschlagen, um synthetische Objekte realistisch in vorhandene Fotos einzufügen ohne Zugang zur Szene oder irgendein zusätzliches Vermessen der Szene zu verlangen. Mit einem einzigen Bild und einer kleinen Anzahl an Erläuterungen erzeugt die Methode ein physikalisches Modell der Szene, das für realistisches Rendern von Objekten mit diffusen, spiegelnden und sogar leuchtenden Oberflächen geeignet ist und dabei die Beleuchtungs-Wechselwirkung zwischen den Objekten und der Szene berücksichtigt. Es wird in einer Nutzerstudie gezeigt, dass mit der Methode erzeugte synthetische Bilder mit realen Szenen verwechselt werden können – und dies auch von Menschen, die glauben, den Unterschied besonders gut erkennen zu können. Weiterhin zeigt die Studie, dass die Methode mit anderen Methoden des Einfügens konkurrieren kann, dabei aber weniger Informationen über die Szene benötigt. (Aus der Zusammenfassung )


»Rendering Synthetic Objects into Legacy Photographs« von »Kevin Karsch« auf »Vimeo«.

Montag, 24. Oktober 2011

Österreichischer Bundestrojaner aus Deutschland illegal?

Beim österreichischen Bundestrojaner handelt es sich um »Remote Forensic Software« der deutschen »DigiTask GmbH«. Bernhard Funk, einer der führenden Rechtsexperten Österreichs, kritisiert den Einsatz solcher Bundestrojaner und sagt, auch wenn der Oberste Gerichtshof zumindest in einem konkreten Fall anders entschied, ihr Einsatz sei in Österreich illegal.

Zu diesem Schluss kommt die von der österreichischen Bundesregierung eingesetzten »Arbeitsgruppe Onlinedurchsuchung«, deren Vorsitzender Funk ist. Seit sie einen Bericht verfasst hat, aus dem das Fehlen einer gesetzlichen Grundlage hervorgeht, hat Funk nach eigenem Bekunden nichts mehr von der Regierung gehört und der Bericht ist mittlerweile von der Website des Justizministeriums verschwunden… Artikel bei Heise

Quelle: Ein österreichischer Bundestrojaner kommt aus Deutschland - womöglich illegal

Samstag, 22. Oktober 2011

Uhl zensiert

Ich wies gestern schon unter der Überschrift Traue keinem Protokoll, das du nicht selbst gefälscht hast! auf die von Felix von Leitner aufgezeigte Diskrepanz zwischen Hans-Peter Uhls Rede und dem Bundestagsprotokoll hin.

Der Zensur der Rede hat sich nun Telepolis unter der Überschrift Erst sprechen, dann denken, dann manipulieren? angenommen und schreibt:

Hans-Peter Uhls auf Video dokumentierte Aussage, dass Sicherheitsbeamte Deutschland regieren, klingt im Protokoll ganz anders… Weiter auf Telepolis

Unerwartete Programmfunktionen

Für Computer-Programme gibt es keine Unschuldsvermutung. Das beweist die mühsame Kleinarbeit der Software-Verifikation. Wie erkennt man zum Beispiel einen Trojaner?

Zu diesem Thema gibt es bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung unter Aktuell » Feuilleton » Debatten » Digitales Denken den Artikel Staatstrojaner: Durch die Hintertür

Freitag, 21. Oktober 2011

Traue keinem Protokoll, das du nicht selbst gefälscht hast!

Felix von Leitner vergleicht Stenoprotokoll und Video der Rede von Hans-Peter Uhl und stellt fest, dass im Protokoll aus
»Es wird regiert von Sicherheitsbeamten, die dem Recht und dem Gesetz verpflichtet sind.«
ein harmloses
»Wir haben Sicherheitsbeamte, die Recht und Gesetz verpflichtet sind.«
wurde.

Andi Popp erklärt Nachladefunktion des Staatstrojaners für Computer-Laien

Stell dir vor du bist ein Maurer und wirst auf eine Baustelle geschickt. Dein Vorarbeiter sagt dir, du darfst aber nur Mauern bauen und nichts anderes und musst explizit sicher stellen, dass sich in deinem Werkzeugkasten auch nur deine Maurerkelle befindet. Diese nimmst du natürlich mit, aber zur Sicherheit packst du mehrere Barren Stahl, Holzstäbe, sowie einen Schmiedeofen und Schmiedewerkzeug ein… Weiter auf Google+